Elemental zieht um

Liebe Elementalisten,

nach einer kurzen, aber schönen Beta-Zeit hier vergrößern wir uns. Neue Räume mussten her, die mehr Platz für Inspiration und mehr Luft zum Atmen bieten. Und ihr kommt natürlich mit.

Also, packt die neue Adresse in euren RSS-Reader um keine elementalen Infos und Trends zu verpassen.

Wir sehen uns auf elementalcompany.com

The GreenShows Eco Fashion Week – das gute Gewissen der Modewelt

Vom 14. bis 17. Februar fand in New York die Fashion Week statt. Die in Felle gewickelte Schickeria war da schon lange nicht mehr gern gesehen, doch dieses Jahr standen Teile der Messe obendrein im Zeichen verantwortungsvoller, nachhaltiger Mode. An drei Tagen wurde eine handverlesene Gruppe von 11 Designern präsentiert, die den Anforderungen der Organisatoren gerecht werden konnten. Dabei wurde sowohl auf ökologische Aspekte, wie die Vermeidung tierischer Produkte oder die Verwendung von Recycling-Material geachtet als auch auf soziale Elemente wie beispielsweise den Einkauf fair gehandelter Waren oder ethische Standards in der Produktion. Damit die Labels ihre Kreationen in einer angemessenen Umgebung präsentieren konnten, stellten die Macher auch an sich selbst hohe Anforderungen. Die für die Shows benötigten Materialien sollten nach Möglichkeit aus der Region stammen und auch dort wieder recycelt werden. Alles weiterhin Verwendbare wurde im Anschluss an die Fashion Week an wohltätige Organisationen gespendet.

Damit auch die „Ökos“ nicht auf den Glamour verzichten mussten, der zu so einer Veranstaltung einfach dazugehört – man will ja ernst genommen werden – gab es zusätzlich für die wichtigsten Gäste einen 24-Stunden Fahrdienst unter Verwendung von Hybrid-Fahrzeugen, besonders sparsamen Autos oder solchen mit Bio-Diesel im Tank. Anfordern konnten die grünen VIPs ihre Chauffeure unter Verwendung eines extra dafür ausgegebenen Mobilfunktelefons mit Solarenergieversorgung.

Ganz nebenbei ging es natürlich auch bei The GreenShows Eco immer noch um Mode und die musste sich wahrlich nicht hinter der Konkurrenz mit dem weniger gut ausgeprägten Gewissen verstecken. Damit setzte die Show ein deutliches Zeichen dafür, dass verantwortungsbewusstes Shoppen keine Ausrede mehr für schlechten Geschmack ist.

Unpackaged - der verpackungsfreie Bioladen

Wir alle kennen Süßigkeiten in „Party-Packungen“  - erst macht man die große Tüte auf, dann sind da noch ein paar bunt verpackte „To-Go-Beutelchen“ drin und hat man es endlich geschafft, auch diese Umhüllung zu entfernen, muss man doch noch eine weitere Verpackung aufreißen, eh man an das lächerliche Häuflein Schokolade ran kommt, das darin verborgen ist. Dabei besteht der einzige Sinn dieser Plastikorgie eigentlich nur darin, uns noch weniger für noch mehr Geld zu verkaufen. Cathrine Conway aus London hat sich gesagt: „Nicht mit mir!“ und mit Unpackaged 2006 einen Laden eröffnet, der fast alle Produkte unverpackt an den Mann bzw. die Frau bringt. Dieses Konzept ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern wirkt sich auch positiv auf die Preise aus, denn die Verpackungskosten, die man im Supermarkt mitbezahlen muss, fallen bei Conways Geschäftsidee weg.

Doch nicht nur in dieser Hinsicht wird bei Unpackaged umweltbewusst und nachhaltig eingekauft. Alle hier angebotenen Waren haben entweder ein Bio-Siegel oder kommen von lokalen Anbietern, die direkt von der Inhaberin überprüft werden. „Flug-Mangos“ wird man hier vergeblich suchen. Unpackaged macht es seinen Kunden einfach, bewusst zu konsumieren. Nur sollte jeder seine eigenen Tragetaschen zum einkaufen mitbringen, denn nach einer Plastiktüte wird man in diesem Laden umsonst fragen.

Einen sehr schönen Videobeitrag dazu gibt es bei Reuters - nach der Werbung.

Green Me – Der ökologische Film

Seit gestern ist wieder der Leinwand-Bär los in Berlin. Die 60. Berlinale ist in die Kinos eingezogen und zeigt eine große Bandbreite an Filmen in vielen Kategorien und natürlich werden auch wieder alle möglichen Preise überreicht. Wer sich etwas aufmerksamer am Potsdamer Platz umsieht, wird unter Umständen im Sony Center auf die „Green Me Open Lounge“ stoßen und sich über die Mischung aus Filmbesprechungen und Diskussionen über grüne Technologien wundern.

Die im Herzen von Berlin residierende Green Me Film GmbH hat sich der Förderung von Filmprojekten mit sozialen und ökologischen Inhalten verschrieben und will erreichen, dass diese Themen über Kurzfilmproduktionen hinaus Eingang in die großen Langspielfilme und somit Beachtung bei einem großen Publikum finden.

Seit der 59. Berlinale vergibt Green Me mit Unterstützung verschiedener Sponsoren einen mit bis zu 35.000€ dotierten Förderpreis, der an bis zu drei Drehbuchkonzepte aus den Bereichen Kurzfilm, Langspielfilm oder Dokumentation vergeben wird. Die Anmeldefrist für dieses Jahr ist Ende 2009 abgelaufen und im Rahmen der Berlinale werden die Finalisten des Wettbewerbs am Sonntag, den 14. Februar ihre Ideen vor einer Jury, in der auch das eine oder andere bekannte Gesicht sitzen wird, vorstellen und verteidigen. Wer dabei sein will, sollte jedoch früh aufstehen, denn schon um halb 10 geht es los im Filmhaus im Sony Center, 4. Stock, Potsdamer Straße 2.

Die Gewinner können sich nicht nur über eine finanzielle Förderung freuen sondern sind bei Green Me gleichzeitig an einer Adresse, wo man sich intensiv um Entwicklung, Produktion und Vertrieb der angenommenen Filmprojekte kümmert und im Idealfall ganz großes Kino machen will. Wer also schon immer mal seinen Namen in metergroßen Buchstaben lesen wollte, aber nach Höherem strebt, als der Nachfolger auf Roland Emmerichs zweifelhaftem Thron als König der Weltuntergangsregisseure zu werden, sollte sich am Sonntag anschauen, wie man einen Film dreht und gleich noch die Gründer von Green Me Film persönlich kennen lernen.

Alle reden von der Macht der Verbraucher - Carrotmob macht ernst! Der Carrotmob dreht das Prinzip des Boykotts einfach um und belohnt Geschäfte, die bereit sind, umweltbewusster zu handeln.

Am Samstag geht´s los. Zwischen 9.00 und 18.00 Uhr findet der 3. Berliner Carrotmob statt. Der Auserwählte ist dieses Mal der Floristikladen Männertreu in der Bornholmer Straße 78, 56% des Tagesumsatzes fließen in die energieeffizientere Gestaltung des Geschäftes.

Glühwein, Kaffee oder Tee stehen gegen die kalten Temperaturen bereit und Musik gibts obendrauf, zum Warmtanzen. Schaut vorbei und kauft Blumen!

Curb - innovative Werbemaßnahmen

Ein gemütlicher Spaziergang an einem sonnigen Wintertag - der Schnee glänzt, der zugefrorene See glitzert im Licht und plötzlich starrt dich aus einer Schneewehe Hello Kitty an. Wenn dir das passiert, dann war vermutlich die Firma CURB am Werk und hat eine Werbeaktion durchgeführt. Die etwas andere Kreativschmiede für Marketing hat sich darauf spezialisiert, nicht einfach nur umweltfreundlich, sondern direkt mit und in der Umwelt für ihre Kunden aberwitzige Kampagnen zu entwickeln.

Ob man nun seine Botschaft als Schriftzug aus Moos an Mauern wachsen lässt, die Reklame für den eigenen Laden mithilfe fluoreszierenden Bakterien die Nacht erleuchten soll oder mal eben mit Gartenwerkzeugen in einen ganzen Strandabschnitt die Servicerufnummer eines Mobilfunkanbieters geschrieben wird – CURB bietet alles an, was man sich (nicht) vorstellen kann und erschafft dabei nicht einfach nur Werbung sondern regelrechte Kunstwerke, die einen staunen lassen, was alles möglich ist. Die Firma arbeitet mit Künstlern, Biologen, Botanikern und Ingenieuren zusammen, um ständig neue Formen der Präsentation zu entwickeln und perfektionieren. Und wer etwas wirklich Einmaliges sucht, der kann auch einen Wasserfall bestellen, der z.B. die Sonderangebote der nächsten Woche auf bis zu 60 Metern Breite in die Luft schreibt.

Der Archipod – das UFO-Büro

6 Uhr morgens aufstehen, halb 7 auf der Autobahn, um 8 Uhr das erste Mal verzweifeln, gegen 9 unter Umständen im Büro, wo schlechter Kaffee darauf wartet, weggeschüttet zu werden. Wer sich diese tägliche Tortur ersparen will, sollte vielleicht über die Anschaffung eines UFOs nachdenken. Zumindest werden die Nachbarn davon überzeugt sein, dass ein solches im Garten nebenan gelandet ist, wenn die Firma Archipod eines ihrer futuristischen Miniaturbüros aufgebaut hat. Das kugelförmige Gebilde verfügt über ein großes und ein kleines Bullauge, die Tageslicht herein lassen und es wird über eine sich nach oben öffnende Tür betreten. In seinem Innenraum, der wie eine Vision von Stanley Kubrick wirkt, dürfte morgens ausreichend Pioniergeist aufkommen, um nach den Sternen greifen zu wollen. Damit der Archipod, trotz seines hochmodernen Designs nicht wie ein Fremdkörper wirkt, ist das mit Isolationsfolien überzogene Fieberglasgerüst zusätzlich noch mit Dachschindeln aus Holz verkleidet. Praktischerweise wird die kleine Bürokugel in Segmenten geliefert und benötigt als Fundament lediglich ein paar Bodenplatten aus Beton oder Stahl. Die verwendeten Materialien stammen alle entweder aus nachwachsenden Rohstoffen mit FSC-Zertifikat oder werden durch Recycling gewonnen. Wer also diesen Winter jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit Temperaturen ertragen muss, bei denen selbst ein Eisbär streikt, sollte sich als Projekt fürs Frühjahr die Installation eines Archipod überlegen. Man spart Nerven, Energie und hat obendrein eines der wahrscheinlich schönsten Büros der Stadt in Pantoffelreichweite.

Enorm - neues Wirtschaftsmagazin mit Schwerpunkt Social Business

Kann man für nachhaltige Ökonomie einen Preis festlegen? Thomas Friemel kann und sie kostet nur 7,50 Euro alle paar Monate. Der ehemalige Vize-Chef der Hamburger Morgenpost fühlt sich verantwortlich für die Förderung des sozial und ökologisch sauberen Handelns und gibt ab dem 18. März 2010 ein neues, grün ausgerichtetes, Wirtschaftsmagazin heraus. „enorm“ heißt das neue Blatt mit den Themenschwerpunkten „Macher, Projekte und Unternehmen, die sich Social-Business-Modellen, ethischem Wirtschaften und Corporate Social Responsibility verpflichtet fühlen“. Der Hamburger Social Publish Verlag veröffentlicht das Magazin, und ein Teil der hoffentlich zu verbuchender Gewinne soll in die Förderung sozialer Projekte fließen. Der „enorme“ Vertrieb erfolgt über Abos, Einzelhandel und Verkäufe an Stiftungen, Verbände und ähnliches.

Überzeugen tut das Magazin schon im Vorfeld. Nicht nur aufgrund seiner geplanten Auseinandersetzung mit der Überwindung gesellschaftlicher Missstände sondern auch durch seine hochkarätige Autorenbesetzung. Mach Dir unter www.enorm-magazin.de/promotion selbst ein Bild davon!

reMade USA - Taschen aus alten Lederjacken

Klopapier kann man recyceln, das alte Auto wird eingeschmolzen und steht schon morgen als teurer Designer-Toaster aus Edelstahl im Schaufenster, doch was macht man mit den schrecklichen Lederjacken aus den 90ern, wenn man nicht zufällig regelmäßig auf Bad-Taste-Parties zu Gast ist? Shannon South, die Gründerin von reMade USA, dachte sich, was damals lässig um die Hüfte gebunden wurde, kann heute zumindest noch über der Schulter hängen und näht gebrauchte Jacken aus Leder zu schönen Handtaschen um. Die Idee von reMade begann mit einem Einkauf in einem Wohltätigkeitsladen. Heute kommt das Material jedoch hauptsächlich aus Verschnittresten der Möbel- und Autoindustrie. Die Modelle werden alle in San Francisco in kleinen Stückzahlen handgefertigt und bekommen Seriennummern. Das Innenfutter besteht aus recycelten Seidenschals, wodurch jede Tasche zu einem echten Unikat wird. Wem das noch nicht exklusiv genug ist, der kann die im Schrank versteckte Modesünde einschicken und bekommt, basierend auf den angebotenen Modellen, einen Designvorschlag für eine wirklich individuelle Handtasche.

Also nichts wie ran an die Kleiderkisten, alte Sachen ausgraben – mit ein bisschen Phantasie findet sich vielleicht noch ein echter Schatz unter den verschmähten Klamotten.

Oliv - elementarer Lieblingsplatz

Nicht ganz neu, dafür neu entdeckt – das Café Oliv in Mitte. Schlendert man an den großen Fensterfronten vorbei, sticht einem sofort die eindrucksvolle, alte Holztafel in der Mitte des Cafés ins Auge. Wie viele Leute wohl pro Tag über den Tisch streichen und sich fragen was für Geschichten das Holz erzählen könnte? Doch bevor man sich diesem Gedanken hingeben kann, sitzt man selbst schon auf einem Eames Plastic Side Chair, an eben dieser, aus alten Bohlen gefertigten Tafel, und streichelt glücklich die feinen Strukturen – so, als würde man sich schon sehr lange kennen. Oliver Mahne, Innenarchitekt und Besitzer des Oliv, schafft ein vertrautes Ambiente durch verschiedene kontrastierende Materialien, Farben und Zeiten. So bereichern Altholz-Möbel, weitere Tische und Bänke aus schwarzen MDF-Platten  und die teils aus Sichtbeton gehaltenen Wände die kleine Lokalität mit urbanen und klaren Linien - ohne kühl und nüchtern zu wirken.

Inmitten dieser seeligen Atmosphäre kann man es sich dann bei biologisch hergestellten Kuchen, Snacks und Getränken richtig gut gehen lassen. Nicht alles ist komplett Bio, dafür garantiert von bestem Geschmack und Qualität. Ein Ort zum Wohlfühlen, eine kleine Stadtoase eben - aus Liebe.